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Schnupperkurs-Bahnfahren im Velodrome Suisse am 5.12.15

Am vergangenen Samstag 5. Dezember 2015 schlossen sich einige Wagemutige vom TCZ dem Schnupperkurs Bahnfahren vom befreundeten Triathlonclub Trigether an. Nach der individuellen Anreise von Zürich in den Velodrome Suisse in Grenchen erfolgt die erste Zwischenverpflegung :-).

Doch bald hiess es „Umziehen“, Mietfahrräder und –schuhe fassen, Sattelhöhe kontrollieren und als erstes die Fahrräder an den Bahnrand schieben. Nach einer kurzen Einführung bei der wir mit den Eigenheiten der Bahnvelos und den Bahn-Regeln vertraut gemacht wurden. Die Bahnvelos haben einen Starrlauf und keine Bremsen: Die Beine einfach ausruhen lassen geht nicht und Bremsen kann man, in dem man Richtung Bahnrand steuert oder weniger tritt. Aber keine Angst: Der Fahrer vorne hat ja schliesslich auch keine :-) und kann auch nicht abrupt bremsen.

Die Bahn ist aus Fichtenholz und ca. 1.5t Nägel, auf der schwarzen Linie ist sie genau 250 m lang, die Steilwandkurven haben bis ca. 46° Neigung. Der Bahnquerschnitt unterteilt sich in verschiedene Bereiche: Der Innenraum dient als Beschleunigung- und Bremsstrecke und ist kein Pausenraum, was wir anschliessend auch noch mehrmals zu hörten kriegten. Der blaue Teil ist die "Côte d’Azur" und ist Ein-/Ausfahrtsbereich. Die schwarze Linie ist die Messtrecke, hier misst die Bahn genau 250m. Dann gibt’s noch eine rote (Sprinterlinie) und blaue Linie (Steherlinie). Ziel ist es natürlich so nahe wie möglich aber nicht auf der "Côte d’Azur" zu fahren um eine möglichst kurze Strecke zurückzulegen.

Dann kamen die ersten Fahrversuche. Da es fast unmöglich ist, die Schuhe in ein sich ständig drehendes Pedal einzuklicken, mussten beide Schuhe im Stillstand eingeklickt werden. Die erste Runde ist locker, aber noch ängstlich: Wir fahren  im flachen Innenraum, aber ob das mit dem Anhalten, langsam auslaufen und schliesslich am Bandenrand mit der Hand festhalten klappt? Das Tempo wird gesteigert und bald waren wir auf der Bahn. Obwohl uns der Instruktur darauf hinwies, dass unsere Fahrräder viel besser haften sollten als seines, konnte ich ihm nicht wirklich glauben. Doch er sollte recht behalten die Reifen klebten förmlich auf der Bahn und keiner rutschte. Mit der Zeit wurden die Fahrmanöver erweitert, es wurden Ablösungen gefahren. Im Anschluss fuhren wir in 2 Gruppen und durften jeweils zur vorderen Gruppe (eine Halbrunde) vorfahren.

Nach zwei Stunden war unser Abenteuer vorbei. Sind wir mit Respekt und etwas Angst vor Stürzen gekommen, hatten alle nach den zwei Stunden ein breites Grinsen im Gesicht. Und ja: Der Instruktor hatte in allen Punkten  Recht. Für mich hat Bahnfahren etwas Vergleichbares mit einer Achterbahnfahrt. Obwohl wir im Vergleich mit anderen immer noch langsam unterwegs waren, war das Geschwinidigkeitsgefühl bzw. die Reaktion des Rades in der Steilwandkurve beeindruckend.

Es hat super Spass gemacht und ich würde sofort wieder gehen.

Danke an Marc von Trigether für die Organisation.

06.12.2015